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Elegie
Friedlich spielen die Eltern mit ihrem Kind, als Nachrichten am Radio das Familienidyll stören. Sie berichten von einem brutalen Mord. Der Täter kommt aus Rumänien, aus demselben Land wie die Mutter. Schon wieder ein Krimineller mit dieser Herkunft! Schon wieder kommt das Land mit einer Schreckensmeldung in die Schlagzeilen. Die Frau weiss, dass sie nichts dafür kann und nichts mit diesen Verbrechen zu tun hat. Dennoch wird sie innerlich zerrissen und von unklaren Schuldgefühlen erschüttert.
Alina Mondini
Geboren 1962 in Bukarest. Sie studierte Recht in Rumänien und schloss an der Georgetown University in den USA mit einem Masters Degree ab. 1996 kam sie in die Schweiz und arbeitet seitdem mit den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Rumänisch als Dolmetscherin für Bezirksanwaltschaften, Bezirksgerichte und die Polizei. Sie ist mit einem Schweizer verheiratet und hat einen Sohn.
Beim gemeinsamen Lego-Spiel im Herbst 2002 erschütterte sie eine Nachricht am Radio derart, dass sie ihre Trauer in diesem Text verarbeiten musste. In Rumänien hat sie bereits Kurzgeschichten in den Zeitschriften Formula As und Dielma publiziert. 2003 gewann sie dort in einem nationalen Kurzgeschichtenwettbewerb den ersten Preis.
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