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Grenzerlebnis
Ein frisch eingereister Asylbewerber aus Ungarn will bei einem Ausflug in den Bergen Deutsch üben und trifft mit seinem erschütternden Fluchtbericht auf eine interessierte Zuhörerin. Dann aber verschlägt ihm eine wohlmeinende Geste die Sprache. Er realisiert, dass es zur Verständigung sowohl die Sprache wie auch Kenntnisse des kulturellen Hintergrundes von Menschen braucht. Obwohl er in der Schweiz langsam Tritt fasst und seine Zukunft Konturen erhält, realisiert er, dass ein Teil von ihm immer in seiner alten Heimat Ungarn bleiben wird.
Lajos Vizner Endrödy
Geboren 1935 in Budapest. Er floh 1957 wegen seiner Teilnahme am bewaffneten Widerstand in die Schweiz. Seither lebt er in Hombrechtikon, dessen Bürger er 1973 wurde. Er hat drei erwachsene Kinder. Vor seiner Pensionierung arbeitete er als Instrumentenmechaniker, als Physiklaborant, später als Lehrer und Heilpädagoge.
Sein Wettbewerbstext brachte die aufwühlenden Erinnerungen an die blutige Niederschlagung des Volksaufstandes zurück in sein Bewusstsein und bescherte ihm schwere Albträume. Erst nach längerer Pause konnte er den Text niederschreiben und kann nun gelassener an dieses historische Ereignis zurückdenken. Er beschäftigt sich mit abendländischer und fernöstlicher Philosophie.
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