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Sonaljeet Kaur Kundan

Indische Mischpoke
Am Sonntagmorgen kämpft die Familie still um die Stereoanlage. Der indische Vater möchte Gebete auflegen, die Jungen U2. Überhaupt wollen die Kinder nicht so ganz, wie er sich das erträumt hat. Die Tochter schweigt zum Thema Heirat. Als der Sohn zum ersten Mal seine neue Freundin zum Essen heimbringt, bemerkt der Vater nicht, dass Judith zu Lamm keinen Joghurt isst. Aber als er erfährt, dass Judith Jüdin ist, tobt und grollt er. Ausgerechnet er, der selber keine Inderin, sondern einer Frau aus Europa geheiratet hat, wird nun von Vorurteilen gebeutelt.

Sonaljeet Kaur Kundan
Geboren am Neujahrstag 1984 in St. Gallen. Sie studiert in Bern Germanistik und Anglistik; die Wochenenden verbringt sie bei ihren Eltern in St. Gallen. Als Kind eines indischen Vaters und einer österreichischen Mutter ist es ihr ein Anliegen, die Probleme von Kindern gemischter Ehen aufzuzeigen und auf die Schwierigkeiten der älteren Generation im fremden Land einzugehen.

In einer Anthologie der Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes hat sie bereits ein Gedicht mit dem Titel Hochflug veröffentlicht. Sie liest gerne John Irving, Heinrich von Kleist, Ingrid Noll und indisch-englische Autoren wie Chitra Banerjee Divakaruni. Ihr Lieblingsbuch ist Harry Mulischs Roman Die Entdeckung des Himmels.