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Alban Krasniqi

Im Niemandsland
Ein Asylbewerber reist ohne Bewilligung in seine alte Heimat, um seine todkranke Mutter noch einmal zu sehen. Bei der Rückreise gerät er in eine bedrohliche Situation. Inmitten von sorglosen Reisenden erlebt er bange Stunden voller Erinnerungen an die einst heile Dorfgemeinschaft, an die rettende Flucht in die Schweiz und an das neue Leben, das er hier aufbaute. Mit der unaufhaltsam tickenden Uhr im Warteraum rückt auch die Angst vor der Rückschaffung mit ihren befürchteten schrecklichen Folgen immer näher ins Bewusstsein.

Alban Krasniqi
Dieser Name ist das Pseudonym eines Autors, der aus Furcht vor Repressionen seine Identität nicht preisgeben möchte.

Die Geschichte ist weitgehend autobiografisch. Dem Deserteur aus der jugoslawischen Armee drohten Gefängnis und Todesstrafe, so dass er 1991 in die Schweiz flüchtete. Hier arbeitet er nun als Mediator und Erwachsenenbildner. Die Beschäftigung mit diesem Teil seiner Vergangenheit war für den Autor eine therapeutische Arbeit. Dabei machte er die Erfahrung, dass die Schmerzen erst erträglich wurden, als er die Geschichte in der dritten Person schrieb und der Hauptfigur einen anderen Namen gab. Er verfasste den Text auf Deutsch, Brigitte Muschg hat Alban Krasniqi sprachlich und gestalterisch beraten.

Mitarbeit: Brigitte Muschg