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portfolio Die hier, auf der Website, und im Buch "Fremde Federn" publizierten Fotoarbeiten wurden ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung der Pro Helvetia. Die fünf ausgewählten FotografInnen blicken allesamt auf eine langjährige künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema "Migration in der Schweiz" zurück. Marco Beltrametti Geboren 1963 in Lugano. Er begann nach der Matur zu reisen und in den verschiedensten Berufen zu arbeiten. Die Fotografie wurde immer zentraler. Er bildete sich als Autodidakt selber aus und später in Mailand weiter. Seit 1993 beliefert er als freischaffender Fotograf verschiedene Schweizer Zeitungen mit Reportagen aus dem Tessin und aus Oberitalien. Daneben arbeitet er als Kameramann und Event-Designer. Er publizierte unter anderem Fotos in "Il sogno di Grimod 20 ritratti di cuochi ticinesi" von C. Ferrari und in "Il luogo che non c¹è Gruppi e spazi autogestiti in Ticino" von R. Raineri-Seith. 1994 zeigt er "Move up" an der Dia-Nacht in Lausanne, 1999 Bilder zum Filmfestival in Locarno, 2004 stellte er an der Fotobiennale in Chiasso aus. Er lebt in Cadenazzo. Seine Arbeit "Spuren von Exil" befasst sich mit den Gegenständen, welche heimliche Einwan- derer auf dem Weg in eine bessere Zukunft zwischen der Grünen Grenze zu Italien und dem Aufnahmezentrum in Chiasso zurückgelassen haben. Bertrand Cottet Geboren 1962 in Vevey. Er studierte an der Ecole des beaux-arts, zeichnete bei archäologischen Ausgrabungen und schloss 1987 in Neuchâtel ein Zweitstudium in Anthropologie, Geschichte und Philosophie ab. Nach Feldstudien über afghanische Flüchtlinge in Pakistan betreute er bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe das Dossier Integration und macht nun ein Stage bei Amnesty International. 2003 veröffentlichte er bei der Edition d¹en bas in Lausanne "Ombres et lumières de l'exil" mit hundert Fotos von Flüchtlingen in der Schweiz. Im Espace Arlaud stellte er zum Thema "Vivre ensemble" aus. Seine Bilder entstanden in seinem Wohnort Lausanne an seiner Strasse. Man braucht nicht weit zu reisen, um liebenswerte Menschen aus allen Kontinenten zu treffen, sagt er. Olivia Heussler Geboren 1957 in Zürich. Sie dokumentiert als Fotografin seit 1980 oppositionelle und progressive Strömungen in der Schweiz und im Ausland. 1984 bis 1987 lebte sie in Zentralamerika, wo sie in Managua, Nicaragua, die Fotoagentur Nueva Imagen gründete. Sie ist Mitbegründerin der Fotoagenturen Lookat in Zürich und www.impactdigitalis.com in New York. Für ihre Reportagen bereiste sie auch den Vorderen Orient, 1992 lebte sie mit einem Kunststipendium in Paris. Sie hat verschiedene Aus- stellungen im In- und Ausland realisiert. 1993 erschien ihr Fototaschenbuch "Jenseits von Jerusalem", 2003 "Gotthard. Das Hindernis verbindet". Sie hat eine Tochter und lebt in Zürich. Mit der afghanischen Familie auf ihren Bildern ist sie seit 2001 in Kontakt. www.clic.li Roger Wehrli Geboren 1965 in Baden. Er wurde in Zürich zum Fotografen ausgebildet. 1990 war er Gründungsmitglied der Fotoagentur Lookat in Zürich. Drei Themen gehören zu seinen Langzeitprojekten: Italien, die Migration in Europa und die Verwandlung der Stadt Bilbao. Er veröffentlichte "Borders, über die Grenze", "Il lungo addio/Der lange Abschied" und "Das Jahrhundert der Italiener in der Schweiz". Er zeigte die Einzel- ausstellung "Italien" im Nikon Image House. "Italiener in Deutschland und der Schweiz", entstanden im Auftrag des Goethe-Instituts und der Pro Helvetia, war in München und Genua zu sehen. Die Gruppenaus- stellung "Borders" ging auf Welttournee. Er lebt in Baden und widmet seine Aufmerksamkeit Menschen in schwierigen Lebensumständen. Katharina Wernli Als freischaffende Fotografin ist sie seit 1997 in Zürich für Unternehmen und Redaktionen tätig. Ihre Schwerpunkte sind Reportagen, Dokumentationen, Firmenporträts, Jahresberichte und die Erarbeitung von Bildkonzepten. Zu ihren Langzeitprojekten gehören die Migration sowie die indigenen Völker von Kanada und den USA. Sie stellte in New York an der "Swiss Section" aus, an der Harvard University Design School Cambridge MA "Inhabiting Infrastructure", bei der UBS "Pow Wow Stammestreffen der Indianer Nordamerikas". Zu den Ausstellungen "Die verbotene Liebe zum Balkan" und "rosastadt" erschienen gleichnamige Bücher. Ihre Bilder verraten nicht, welche Herkunft diese Menschen haben, sie könnten Schweizer oder von anderer Nationalität sein. Sie alle leben aber im Linthgebiet, einer ländlichen Region der Ostschweiz, wo im Herbst 2002 in einzelnen Gemeinden bis zu achtzig Prozent der Bevölkerung für die faktische Abschaffung des Asylrechts gestimmt haben. |